Wer kennt sie nicht, die berüchtigten Mafia-Bosse und Gangster-Anführer, deren Namen bis heute für Angst und Schrecken stehen? Von Vito Corleone bis John Gotti – in diesem Artikel erfahren Sie mehr über die mächtigsten und gefürchtetsten Köpfe der Cosa Nostra, Camorra und ‚Ndrangheta. Denn auch wenn die Hochzeiten des organisierten Verbrechens längst vorbei sind, ist die Mafia noch immer aktiv, vor allem im Bereich der Schutzgelderpressung und des Drogenhandels.

In einigen Teilen der Welt wird das Wort „Mafia“ auch heute noch nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert. Denn noch immer verbreitet das organisierte Verbrechen Angst und Schrecken. Je nachdem, in welchem Teil Italiens man sich aufhält, heißt die Mafia Cosa Nostra (in Sizilien), Camorra (in Neapel) oder ‚Ndrangheta (in Kalabrien). Gefährlich ist sie überall.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Mafia ist in verschiedenen Formen in Italien aktiv, wie Cosa Nostra, Camorra und ‚Ndrangheta
  • Bekannte Mafia-Bosse wie Carlo Gambino, John Gotti und Semion Mogilevich haben milliardenschwere kriminelle Imperien aufgebaut
  • Die Mafia ist immer noch im Drogenhandel, in der Schutzgelderpressung und anderen illegalen Geschäften tätig
  • Ehemalige Mafia-Bosse wie Al Capone waren für ihre extreme Gewalt und Brutalität berüchtigt
  • Die amerikanische Cosa Nostra hat eine straff organisierte hierarchische Struktur mit klar definierten Rollen

Carlo Gambino – Der Boss der Gambino-Familie

Einer der bekanntesten Bosse der La Cosa Nostra

Carlo Gambino war einer der bekanntesten New Yorker Gangsterbosse und Kopf der nach ihm benannten Gambino-Familie. Der in Sizilien geborene Gambino kam 1921 in die USA und schloss sich mit 19 der La Cosa Nostra, dem US-Ableger der sizilianischen Mafia an. Schon als Teenager gehörte Mord zum Geschäft Gambinos.

Sizilianische Herkunft, aber Karriere in den USA

Unter dem Mafia-Boss Albert Anastasia legte Gambino eine steile Karriere hin. Nach dessen Tod wurde Gambino in den 60ern selbst Boss einer Bande. Die Gambino-Familie wurde die stärkste Gangster-Familie der USA. Sie verdiente 500 Millionen Dollar pro Jahr. Gambino regierte die New Yorker Unterwelt bis zu seinem Tod 1976.

Gambino-Familie war die mächtigste in den USA

In den 1960er Jahren kontrollierte die Gambino-Familie über 90% der New York City-Häfen, einschließlich der New Yorker Longshoreman Union. Die Gambino-Familie hatte circa 800 Soldaten in knapp 30 Dependancen und machte mehr als 500 Millionen Dollar Umsatz pro Jahr.

John Gotti – Der Drahtzieher des Gambino-Clans

John Gotti übernahm 1986 die Führung der mächtigen Gambino-Familie. Er nutzte geschickt die Medien, um seinen Bekanntheitsgrad als „Dapper Don“ zu steigern. Gotti schaffte es, auf den Titelseiten der renommierten „Time“ und des „New York Times Magazine“ zu erscheinen. Dieses exponierte Auftreten machte ihn bei den anderen Mafia-Familien jedoch unbeliebt. Gleichzeitig schützte ihn die öffentliche Aufmerksamkeit vor möglichen Attentaten.

Übernahm 1986 die Gambino-Familie

John Gotti wurde auch als „Teflon Don“ bezeichnet, denn es war praktisch unmöglich, ihn ins Gefängnis zu bringen. Er war der letzte große Mafia-Boss, der Hollywood-Style in einen Gerichtssaal laufen und freigesprochen wieder herauskommen konnte. Doch schließlich schaffte es das FBI 1992 mit großem Aufwand, Gotti zu verhaften und zu verurteilen – wegen Mordes und Erpressung.

Medienpräsenz als „Dapper Don“

Gottis selbstinszenierter Auftritt als eleganter, aber skrupelloser Gangster-Boss trug maßgeblich zu seiner Bekanntheit bei. Er spielte gekonnt mit den Medien und genoss die öffentliche Aufmerksamkeit, was ihm bei seinen Machenschaften half.

Letztendlich verurteilt wegen Mordes und Erpressung

Trotz seiner Popularität bei Teilen der Öffentlichkeit endete Gottis kriminelle Karriere schließlich mit einer Verurteilung wegen Mord und Erpressung. Das FBI konnte ihn 1992 nach jahrelangen Ermittlungen dingfest machen und ins Gefängnis bringen, wo er 1992 starb.

john gotti

Semion Mogilewitsch – Boss der russischen Mafia

Semion Mogilewitsch, laut dem FBI der gefährlichste Gangsterboss der Welt und „Boss der Bosse“ der russischen Mafia, wurde 1946 in Kiev geboren. Mit einem Wirtschaftsstudium in der Tasche schloss er sich einer Gangster-Gruppe in Moskau an. Durch Betrug, Waffenhandel und Prostitution baute er sich ein Vermögen auf. Danach zog er in eine stark gesicherte Villa in Budapest, von wo er diverse Investitionen tätigte. Er übernahm die Inkombank, eine der größten Privatbanken Russlands und einen Großteil des Militärflugzeug-Herstellers Sukhoi. Bevor Alexander Litvinenko, KBG-Ermittler gegen organisiertes Verbrechen, verstarb, sagte er, Mogilewitsch habe ein gutes Verhältnis zu Wladimir Putin.

Mogilewitsch ist ein Meister der Finanzoperationen und des Geldwäschens. Er soll ein Vermögen von etwa 10 Milliarden US-Dollar angehäuft haben, das er hauptsächlich durch Waffenhandel, Erpressung und Prostitution erworben haben soll. Der FBI-Direktor Robert Mueller beschuldigte Mogilevich, eine einflussreiche kriminelle Organisation gegründet zu haben, die in Drogenhandel, Waffenhandel, Prostitution, Geldwäsche und betrügerische Aktivitäten auf amerikanischen und kanadischen Börsen verwickelt ist.

Mogilevich wird mit der Solntsevo-Bruderschaft, einer der mächtigsten russischen Mafia-Gruppen, in Verbindung gebracht. Er soll enge Verbindungen zu politischen Figuren wie Juri Luschkow und Dmytro Firtasch unterhalten und die Kontrolle über RosUkrEnergo, ein in Gasstreitigkeiten zwischen Russland und der Ukraine verwickeltes Unternehmen, innehaben.

Aufgrund seiner Geschäftstüchtigkeit und Intelligenz trägt Mogilevich Spitznamen wie „Don Semion“ und „Der kluge Don“.

Kazuo Taoka – Yakuza-Boss der Yamaguchi-gumi

Kazuo Taoka war einer der einflussreichsten Yakuza-Bosse Japans. Von 1946 bis zu seinem Tod im Jahr 1981 führte er die Yamaguchi-gumi, die grösste und mächtigste Yakuza-Bande des Landes. Als Waise aufgewachsen, war Taoka in seiner Jugend ein gewalttätiger Strassenkämpfer in Kobe, was ihm den Spitznamen „der Bär“ einbrachte – da er seinen Gegnern gerne die Augen auskratzte. Unter seiner Führung expandierte die Yamaguchi-gumi rasant und wuchs auf über 12.000 Mitglieder an, wodurch sie zum grössten Yakuza-Syndikat der Welt wurde.

Machtzentrum in Japan

Taoka hatte so viel Einfluss und Macht, dass eine gegen ihn verhängte Gefängnisstrafe durch eine kaiserliche Amnestie vorzeitig beendet wurde. Die Yamaguchi-gumi wurde unter seiner Führung zum Machtzentrum des japanischen organisierten Verbrechens und war berüchtigt für ihre extreme Brutalität.

Geboren 28. März 1913
Gestorben 23. Juli 1981 (68 Jahre alt)
Position Kumicho (Boss) der Yamaguchi-gumi von 1946 bis 1981
Mitgliederzahl Über 10.000 auf dem Höhepunkt
Aktivitäten Waffenschmuggel, Drogenhandel, Erpressung, Betrug, Prostitution

Taoka war eine der prägendsten Figuren in der Geschichte der Yakuza. Sein rücksichtsloses Vorgehen und die massive Ausweitung der Yamaguchi-gumi unter seiner Führung machten ihn zu einem der gefürchtetsten Yakuza-Bosse aller Zeiten.

Kazuo Taoka

Meyer Lansky – Der Bankier des Verbrechens

Der Bankier des organisierten Verbrechens, Meyer Lansky, baute sich mit Alkoholschmuggel, Glücksspiel und Hotels ein riesiges Imperium in den USA und der Karibik auf. Groß wurde der polnische Einwanderer zusammen mit Lucky Luciano (siehe Punkt 7.) und Bugsy Siegel. Lansky war ein kalkulierender Geschäftsmann. Er zögerte nicht, seinen Kindheitsfreund Siegel erschiessen zu lassen, als er seinem Unternehmen Verluste brachte.

Unter Gangstern wurde Lansky für seine Ehrlichkeit geschätzt, er hielt sich angeblich an jede Abmachung. Sein unglaubliches Gedächtnis erlaubte es ihm, die Buchhaltung seiner illegalen Aktivitäten nur im Kopf zu haben. Dadurch konnte ihm nie etwas nachgewiesen werden.

Enge Zusammenarbeit mit Lucky Luciano

Lansky arbeitete eng mit Lucky Luciano zusammen und half ihm dabei, das National Crime Syndicate aufzubauen – eine Art Dachorganisation für alle Mafia-Familien in den USA. Dadurch hatte Luciano überall seine Hände im Spiel.

Wan Kuok-Koi – Kopf der 14K Triade

Wan Kuok-Koi wurde in einem der ärmsten Slums Macaus geboren und wusste schon als Kind: er will nicht so arm bleiben. Schon als Kind gründete er eine Strassengang, Koi galt als sehr gewalttätig. Bald darauf trat er der grössten Triade Macaus, den 14K, bei.

Brutaler Geldeintreiber im Glücksspiel-Business

Koi wurde vor allem als Geldeintreiber im Glücksspiel-Business eingesetzt. Seine extreme Gewalt machte ihn bei Feinden berüchtigt. Er stieg innerhalb der Mafia schnell auf und stellte seinen Reichtum gerne zur Schau.

Inszenierte sich gerne öffentlichkeitswirksam

Auch den Medien gegenüber gab er gerne Interviews. Er brachte sogar einen renommierten Regisseur dazu, einen Film über sich zu drehen. Er hiess «Casino» und kam 1998 ins Kino. Seine Selbstverliebtheit wurde ihm schliesslich zum Verhängnis. Als Koi Oberhaupt der 14K wurde, griff er die portugiesische Polizei an und wurde schlussendlich verhaftet. 2012 endete seine Haftstrafe.

mafia namen – Die berüchtigsten Paten

Als amerikanische Cosa Nostra bzw. La Cosa Nostra oder italienisch-amerikanische Mafia wird der nordamerikanische Ableger der originären sizilianischen Cosa Nostra bzw. Mafia bezeichnet. Entstanden um 1900, werden dem Begriff diverse organisierte Banden italoamerikanischer Verbrecher zugeordnet. Es gab in den Vereinigten Staaten mindestens 26 verschiedene Familien der La Cosa Nostra in fast genauso vielen Städten mit jeweils weiteren Nebenstandorten, Splittergruppen und Assoziierten in diversen anderen Städten.

Historische Ursprünge und Entwicklung

Fast alle Familien arbeiten großteils eigenständig, wobei eine bundesweite Koordination durch eine Kommission besteht, welche sich aus den Oberhäuptern der einflussreichsten Familien zusammensetzt. Bei diesen handelt es sich um die Fünf Familien von New York und das Chicago Outfit, deren Einfluss sich über das ganze Land erstreckt.

Strukturen und Hierarchien der Mafia-Familien

Die einzelnen Familien der amerikanischen Cosa Nostra waren in der Regel nach einem familiären Prinzip strukturiert und hierarchisch organisiert. An der Spitze stand das Oberhaupt, der Boss oder Capo di tutti i capi (Boss der Bosse). Ihm unterstanden die Stellvertreter, Captains und Soldaten, die für das Tagesgeschäft und die Umsetzung der Anweisungen des Bosses verantwortlich waren.

Territoriale Einflussbereiche und Aktivitäten

Das Betätigungsfeld der Mafia-Familien umfasste neben Erpressung, Schutzgeldwesen und Drogenhandel auch Glücksspiel, Bestechung, Waffenhandel, Menschenhandel und Morde. Dabei agierten die einzelnen Familien in ihren jeweiligen regionalen Einflusssphären, die sich teilweise überschnitten. Regionale Konflikte um Macht und Einfluss führten immer wieder zu blutigen Fehden zwischen rivalisierenden Familienverbänden.

Charles „Lucky“ Luciano – Organisator der Cosa Nostra

Charles „Lucky“ Luciano war ein einflussreicher Mafioso, der das organisierte Verbrechen in den Vereinigten Staaten maßgeblich prägte. Luciano gehörte zunächst der Morello-Familie an und machte sich im Alkoholschmuggel während der Prohibitionszeit einen Namen. Er knüpfte früh Kontakte zu anderen Größen der Unterwelt wie Al Capone und Meyer Lansky.

National Crime Syndicate als Dachorganisation

Gemeinsam mit Lansky gründete Luciano das National Crime Syndicate, eine Art Dachorganisation für alle Mafia-Familien in den USA. Dadurch hatte Luciano seine Finger in vielen illegalen Geschäften überall im Land. Die cosa nostra kontrollierte so rund 25% des Schwarzmarktes in New York City, während die sogenannten „Kosher Nostras“ 70% beherrschten.

Verbindungen zu Al Capone und Meyer Lansky

Al Capone und Meyer Lansky gehörten zu Lucianos engstem Umfeld. Gemeinsam bauten sie ihre kriminellen Aktivitäten wie Alkoholschmuggel, Prostitution und Glücksspiel aus. Luciano soll 1925 ein Jahreseinkommen von rund 300.000 US-Dollar erzielt haben – genug, um Politiker wie „Big Bill“ Dwyer zu bestechen.

Kopf der Genovese-Familie

Luciano fungierte als einflussreiches Oberhaupt der Genovese-Familie, der Nachfolgerin der Morello-Familie. 1936 wurde er wegen Förderung der Prostitution zu 30 bis 50 Jahren Gefängnis verurteilt. Durch Waffeneinsatz in den Häfen der Ostküste während des Zweiten Weltkriegs erlangte er jedoch vorzeitige Freilassung und Ausweisung in seine Heimat Italien, wo er 1962 in Neapel starb.

Dawood Ibrahim – Indiens meistgesuchter Verbrecher

Indiens meistgesuchter Mann und Kopf des Syndikats D-Company heisst Dawood Ibrahim. Er war massgeblich an den 1993 Bombay Bomben-Attentaten beteiligt, dem schwersten Bombenanschlag Indiens. Dabei arbeitete er laut momentanem Wissensstand mit dem pakistanischen Geheimdienst zusammen.

Beteiligung an den Bombay Bomben-Attentaten 1993

Bei den Bombay Bomben-Attentaten im Jahr 1993 starben über 250 Menschen, rund 1400 wurden verletzt. Dawood Ibrahim soll eine Schlüsselrolle bei der Planung und Durchführung dieses schwerwiegendsten Terrorakts in Indien gespielt haben.

D-Company aktiv in vielen Bereichen

Die D-Company (das D steht für Dawood) hat ihre Finger im Drogenhandel, Erpressung, Schutzgeldgeschäfte in Bollywood, Waffenhandel, Glücksspiel, Menschenhandel, Prostitution und Auftragsmorde. Mit etwa 5.000 aktiven Mitgliedern ist sie ein mächtiges Verbrechersyndika.

Verbindungen zu den Taliban und Al-Qaida

Dawood Ibrahim unterhält Verbindungen zu Terrorgruppen wie den Taliban und Al-Qaida, was die Reichweite und Gefährlichkeit seiner kriminellen Organisation über die Grenzen Indiens und Pakistans hinaus unterstreicht. Trotz weltweiter Fahndung ist der Aufenthaltsort von Ibrahim unbekannt.

Pablo Escobar – Der reichste Drogenbaron

Pablo Escobar war der wohl reichste Drogenbaron aller Zeiten. Sein Medellin-Kartell kontrollierte in den 70ern und 80ern den Kokainhandel in die USA. Damit machte er enorme Gewinne. Escobar war so reich, dass er Kolumbien einmal anbot, die 10 Milliarden Staats-Schulden zu bezahlen. Im Gegenzug dafür sollte die Regierung gewährleisten, dass er nie an die USA ausgeliefert wird. Laut einer Geschichte seines Sohnes verbrannte er in einer kalten Nacht zwei Millionen Dollar, um zu heizen.

Escobar gab sich gerne als Unterstützer der armen Leute. Doch unter seinen Befehlen starben Tausende. 2015 startete auf Netflix die Serie «Narcos», die das Leben des Drogenbarons und seines Kokainkartels behandelt.

Kontrolle über den Kokainhandel in die USA

Escobar kontrollierte in den 70er und 80er Jahren den gesamten Kokainhandel in die USA. Sein Medellin-Kartell war eine der reichsten kriminellen Organisationen der Welt. Gemeinsam mit seinem Bruder Roberto „El Osito“ Escobar Gaviria und seinem Cousin Gustavo „El León“ Gaviria Rivero bildete er das Herzstück seines kriminellen Imperiums.

Unmenschlicher Reichtum und Lebensstil

Der Lebensstil Escobars war geprägt von extremem Luxus und Verschwendungssucht. Seine Drogengelder erlaubten es ihm, bis zu 1,5 Millionen US-Dollar pro Tag zu verdienen. Escobar nutzte ein ausgeklügeltes Transportsystem mit Flugzeugen, Mini-U-Booten und sogar einem umgebauten Boeing 727, um Drogen in die USA zu schmuggeln.

Inspirierte die Netflix-Serie „Narcos“

Das Leben und Wirken des berüchtigten Drogenbarons Pablo Escobar diente als Inspiration für die erfolgreiche Netflix-Serie „Narcos“. Die Serie zeichnet ein detailliertes Bild von Escobars krimineller Karriere und seiner Rolle im Kokainhandel.

Al Capone – Der bekannteste Mobster überhaupt

Wenn Pablo Escobar der reichste Gangster war, dann war Alphonse „Al“ Capone der berühmteste. Capone wurde 1899 in New York geboren und stieg mit 14 Jahren aus der Schule aus. Danach schloss er sich dem Gangster Johnny Torrio an und stieg innerhalb der Gang schnell auf. 1925 übernahm Capone die Führung.

Das damalige Alkoholverbot in den USA machte Capone reich, denn durch illegales Handeln mit Alkohol verdiente die Mafia in Chicago über 60 Millionen US-Dollar pro Monat. Capone räumte jeden aus dem Weg, der sich ihm entgegenstellte. Dies gipfelte im berüchtigten Valentinstag-Massaker, bei dem sieben Gangster von einer rivalisierenden Bande ermordet wurden.

Capones Herrschaft über das Chicago Outfit dauerte nur fünf Jahre, von seinem 25. bis zu seinem 30. Lebensjahr. 1931 wurde er schließlich wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Das FBI schätzte sein jährliches Einkommen aus illegalen Aktivitäten auf mehrere hundert Millionen US-Dollar. Doch trotz seiner kriminellen Energie galt Capone in Chicago auch als inoffizieller Bürgermeister, der Politiker und Medien durch Bestechung beeinflusste.

FAQ

Wer waren die berüchtigtsten Mafia-Bosse?

Einige der bekanntesten und mächtigsten Mafia-Bosse waren Carlo Gambino, John Gotti, Semion Mogilewitsch, Kazuo Taoka, Meyer Lansky, Wan Kuok-Koi, Charles „Lucky“ Luciano, Dawood Ibrahim, Pablo Escobar und Al Capone.

Welche Aktivitäten waren typisch für die Mafia?

Die Mafia war in vielen illegalen Geschäften aktiv, wie Alkoholschmuggel, Glücksspiel, Drogenhandel, Waffenhandel, Erpressung, Menschenhandel und Prostitution. Sie verfügten über ein weit verzweigtes Netzwerk und koordinierten ihre Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene.

Wie war die Struktur und Hierarchie der Mafia-Organisationen?

Die Mafia-Familien hatten eine straffe hierarchische Struktur mit einem Boss an der Spitze. Darunter gab es weitere Ränge wie Underboss, Consigliere, Capos und einfache Mitglieder. Überregional waren die einflussreichsten Familien in einer Art Dachorganisation, dem National Crime Syndicate, zusammengeschlossen.

Wie konnten sich manche Mafia-Bosse so lange an der Macht halten?

Viele Mafia-Bosse nutzten ihre Verbindungen zu Politik, Justiz und Polizei, um sich vor Strafverfolgung zu schützen. Zudem setzten sie auf Einschüchterung, Bestechung und Gewalt, um ihre Macht zu erhalten. Mediale Inszenierungen und das Image als Unterstützer der Gemeinschaft halfen ihnen ebenfalls, ihren Status zu wahren.

Wie endete die Karriere einiger bekannter Mafia-Bosse?

Viele Mafia-Bosse endeten entweder gewaltsam, wie Bugsy Siegel, oder wurden nach jahrelanger Strafverfolgung doch noch verhaftet und verurteilt, wie John Gotti und Pablo Escobar. Andere konnten sich durch Flucht oder Verhandlungen der Justiz entziehen, wie Charles Luciano.
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